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10.09.17 19:58 Alter: 131 Tage

Von Jazzkatzen und anderen Neuentdeckungen …

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• 8.9. – Chazz

Seit Beginn unseres Programms nach der Sommerpause am 25.8. kommen die Bands mit teils hälftig anderer Besetzung als angekündigt. Das ist kein Nachteil, sind die „Neuen“ doch Könner an den diversen Instrumenten und mit den Bands und ihrem Repertoire vertraut.

Die Band Chazz war gleich ganz neu ins Programm gekommen, innerhalb weniger Tage eingesprungen für den erkrankten Anselm Vogt (Spirit of Louis Armstrong) — den 1940er Jahren blieb das Sextett um Eberhardt Dodt verbunden, aber es eine „Ersatz“band zu nennen, nein! Es war: CHAZZ, feat. Klaus Dapper. Pariser Salonmusik, Gypsy, Klezmer und Schlager — qualitativ gesehen Götz Alsmann-Musik, wenn Sie verstehen …

Ina Hiester, verkleidungsfreudig, charmant und an den richtigen Stellen gespielt lasziv, brachte mit ihren Ansagen und ihrem Gesang eine gute Portion Frechheit ins abwechslungsreiche Spiel. Swingrhythmen, wunderbare Improvisationen und Solis — und der Beweis, wie dicht beieinander die verschiedenen Musikstile unterschiedlicher Herkunft letztendlich doch sind, das zeigten Chazz mit Leidenschaft und Spielfreude. Chapeau!

 

• 9.9. – 4. Gerther Music-Night

Und auch die 4. Gerther Music-Night kam bei einer halben Hundertschaft Publikum wieder gut an (im Verlauf des Abends kamen weitere Gäste hinzu, die den Wechsel von 20 auf 19 Uhr leider nicht mitbekommen hatten). Das veränderte Konzept — früherer Beginn, der Wechsel hin zu mehr akustischer Musik und eine PA, die nicht versuchte, die Westfallenhalle zu beschallen — taten der Veranstaltung gut. Danke an dieser Stelle stellvertretend für alle an Achim Brüheim und Michael Fest (von „10 to 11“, den formidablen ‚Evergreenwiederbelebern’). 

Altbewährte Coverrockbands wie die MTR All-Stars waren natürlich als souveräner Schlussakkord fest eingeplant, aber es gab wie immer auch Neues, Spannendes zu entdecken. „Me & Mr.B.“ waren musikalisch wohl das Highlight des Abends. Dahinter verbergen sich Holger Brinkmann & Marie Möller, die mit Gitarre und/oder Ukulele sowie zweistimmigem Gesang vielen bekannten Songs einen ganz eigenen Glanz verliehen. „Sound of Silence” z. B., oder auch “These Boots are made for walking”. Und dass das Duo auch privat gemeinsame Wege geht: die Songauswahl bestätigte das mit dem “New Zealand Blues”, „A thousand Steps“ und „Dance with me“ aus eigener Feder deutlich. Das war schon größeres Kino, und weil wir vom Kulturrat uns das auch abendfüllend vorstellen können, laden wir die Beiden für 2018 auf jeden Fall ein. Höreindrücke ihrer Debut-CD unter www.talking-musik.jimdo.com